Die Leselandschaft
Lichtdurchflutete Regale, bequeme Sessel, ein Platz am Fenster. Ein Raum zum Schmökern, Verweilen und Abschalten — offen für alle.
Aus dem leeren Ratsweinkeller könnte das kulturelle Herz unserer Stadt werden: Bibliothek, Stadtarchiv und Begegnung unter einem Dach — ein Dritter Ort.
Am Montag, 29. Juni 2026, will der Rat über eine gastronomische Nutzung entscheiden — wenige Wochen vor der Kommunalwahl. Wir sagen: erst zuhören, dann entscheiden.
Ein Dritter Ort ist ein offener Ort neben Zuhause und Arbeit. Man darf kommen, ohne etwas zu kaufen. Bleiben, ohne mitmachen zu müssen. Und wiederkommen, wenn man möchte. Genau so einen Ort braucht Gifhorn — und der Ratsweinkeller ist dafür wie gemacht.
Eine moderne Stadtbibliothek im Herzen der Altstadt: für Bücher, Medien, digitale Bildung und Aufenthaltsqualität — niedrigschwellig und für jeden Geldbeutel.
Das Stadtarchiv unter demselben Dach verbindet Herkunft und Zukunft. Geschichte wird sichtbar, zugänglich und lebendig — mitten unter den Menschen.
Café, Veranstaltungen und Raum für Vereine, Kulturschaffende, Kinder, Familien und ältere Menschen. Ein Ort über Generationen und Einkommen hinweg.
Sechs Bilder, die zeigen, was ein Dritter Ort leisten kann. Damit man sich vorstellen kann, wie aus einem leeren Gebäude ein lebendiges Stück Stadt wird.
Lichtdurchflutete Regale, bequeme Sessel, ein Platz am Fenster. Ein Raum zum Schmökern, Verweilen und Abschalten — offen für alle.
Vorlesen, spielen, entdecken. Ein geschützter Bereich, in dem die Kleinsten der Stadt Bücher und Geschichten für sich gewinnen.
Ein kleines Café als Treffpunkt: für das Gespräch nach dem Vorlesen, das Ehrenamt, das zufällige Wiedersehen. Stadt passiert hier.
Ruhige Plätze zum Lernen, WLAN, Gruppentische, digitale Angebote. Für Schülerinnen, Studierende, Vereine und alle, die einen guten Ort zum Arbeiten suchen.
Das Stadtarchiv wird sichtbar: historische Urkunden, alte Karten, die Geschichte Gifhorns zum Anfassen — verbunden mit der Bibliothek von heute.
Lesungen, Vorträge, kleine Konzerte: Das historische Gebälk wird zur Bühne. Ein Raum für das kulturelle und demokratische Leben der Stadt.
Alle Innenraum-Bilder sind unverbindliche Konzept-Illustrationen — keine Architekturentwürfe. Wie das Haus konkret aussieht und was es leisten soll, entscheiden eine Machbarkeitsstudie, ein Planungsbüro und vor allem die Gifhornerinnen und Gifhorner gemeinsam. Diese Bilder sollen nur helfen, sich die Idee besser vorzustellen.
Die Stadt will rund 3,5 Millionen Euro in die Herrichtung für ein Steakhaus investieren. Bevor das geschieht, lohnt der ehrliche Vergleich.
Öffentliches Haus, öffentlicher Nutzen.
Privat betrieben, für Gäste mit Reservierung.
Fairerweise: Gute Gastronomie kann Gastlichkeit und Leben ins Haus bringen, Pachteinnahmen erzeugen und das historische Gebäude pflegen. Doch im Abwägen überwiegen die Bedenken.
Wer über Jahre keine Lösung gefunden hat, sollte jetzt nicht in letzter Minute Fakten schaffen. Wir fordern ein Moratorium und eine offene Debatte.
Keine Hauruck-Entscheidung zum Ratsweinkeller am Ende der Wahlperiode.
Ein Moratorium für die aktuellen Pläne zur vorrangig gastronomischen Nutzung.
Keine politische und finanzielle Vorfestlegung zulasten des nächsten Rates und Bürgermeisters.
Eine offene Prüfung: Ratsweinkeller, Stadtbibliothek und Stadtarchiv gemeinsam als Dritter Ort.
Eine transparente Bürgerbeteiligung zur Zukunft dieses zentralen Ortes in der Gifhorner Innenstadt.
Jede Unterschrift zeigt: Viele Menschen in Gifhorn wollen einen Ort, der verbindet — und keine Entscheidung über ihre Köpfe hinweg.